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St. Jodokuskirche Waghäusel – Das Himmelstor

 

Die Vorgabe war eine variable Kirchennutzung für eine ,,Kleine Kirche’’ dem Tagesbedarf entsprechend  und Flächen für Profane Nutzung wie Ausstellungen, Vorträge etc.,
für die großen Feiertage muss der ganze Kirchenraum zur verfügung stehen

Als Lösung wurde das ,,Himmelstor’’ vorgeschlagen. Zwei flexible hohe Trennelemente mit Bildschirmwand auf der profanen Seite,
Absenkung des Altarbereichs auf eine Ebene hinsichtlich Barrierefreiheit und flexible Nutzung.

Mitarbeiter: Frau Elena Zepidou, Künstlerische Beratung Herr Christian Gürtler.

1. Preis

Das Himmelstor
Das Himmelstor ist eine variable Raumtrennung. Die zwei großen schwenkbaren Flügel bestehen aus je 24 Bildschirmen. Sie bilden entweder eine große Projektionsfläche oder geöffnet zwei Präsentationsbereiche für Filme, Videos, Animationen oder Einzelbilder. Geschlossen teilen sie den Raum in einen sakralen und einen profanen Bereich.

Raumaufteilung
Im Chor liegt wie bisher das Zentrum der Liturgie. Die Sedilien und die Hochaltargruppe von Emil Sutor im Chorabschluss, auch die Seitenaltäre mit Maria und Joseph bleiben. Altar, Ambo und Taufbecken bleiben in ähnlicher Position, die Altarinsel gleicht sich dem Bodenniveau des Langhauses an. Die variable Bestuhlung kann näher an den Altar rücken und ermöglicht intimere Messen mit unterschiedlicher Teilnehmerzahl. Der profane Raumteil ist davon klar und eindeutig getrennt.
Dort entsteht ein „leerer“ (multifunktionaler) Bereich ohne Vorfestlegung, der unterschiedlich genutzt werden kann. Die Projektionswand eignet sich in der ganzen Fläche für Filmvorführungen oder großformatige Präsentationen.
Für Großveranstaltungen muss das Tor ganz geöffnet werden. Dann können die beiden seitlichen Projektionsflächen entsprechend dem Charakter der Veranstaltung genutzt werden. Die Video-/Bildinhalte verstärken die Stimmung eines Konzertes oder passen sich im Thema dem Lauf des Kirchenjahres an, ähnlich dem Isenheimer Altar.

Verdunklung und Akustik
Die geplante Raumverdunklung aus Mikroloch-Akustikplatten verbessert gleichzeitig die Raumakustik.


Zoologische Staatssamml., München-Obermenzing

 

Sanierung der Raumlufttechnik, des Brandschutzes, des Labors.
Einbau von Kompaktierungsanlagen, eines neuen Serverraumes, eines Mazerationsraumes.
Neuordnung des Brandschutzes, Herstellen der Barrierefreiheit, Erneuerung der Klima-/ Lüftungsanlagen, Einbau von neuen Bodenbelägen und sonstiges.

Auftraggeber: Staatliches Bauamt München 2

LPH: 2 – 9

Bauzeit: 2018 bis 2022

Baukosten: ca. 11,0 Mio €


Wohnheim für Behinderte FFB

 

Umbau Haus C und D

Das Wohnheim für Behinderte, Baujahr 1993, musste nach den neuen Richtlinien der Heimaufsicht mit je einem Bad pro Zimmer ausgestattet werden.
Zusätzlich musste, nach den Vorgaben der Barrierefreiheit, ein Aufzug pro Haus eingebaut werden.

Bauherr: Stiftung Kinderhilfe Fürstenfeldbruck

LPH: 1 – 8

Baujahr: 2018-20 in zwei Abschnitten

Kosten: ca. 1,6 Mio


Bay. St. Ministerium für ELF, München

 

Das Gebäude des Bayrischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wurde in der Zeit von 1939 bis 42 als Zentralministerium erbaut.
Die Bauzeit des Gebäudes reicht in die Kriegszeit in der Stahlknappheit herrschte.
Das Gebäude ist ein Stahlbetonskelettbau mit Stahlbetonrippendecken. Die schwache Bewehrung und der geringe Brandschutz ist der Auslöser für die Generalsanierung.
Im Zuge der Maßnahme in sieben Bauabschnitten wurde jeweils ein Bauabschnitt komplett geräumt. In allen anderen Bereichen wurde der Betrieb ohne Einschränkungen weitergeführt.
Um die Grundkonstruktion beibehalten zu können wurden nach statischen Berechnungen schwere Wände entfernt und durch Trockenbau ersetzt. In Teilbereichen mussten die Rippen und Stützen mit Spritzbeton ertüchtigt werden. Die Rippenkonstruktion war für den Brandschutz nicht ausreichend. Es wurden annähernd flächendeckend Trockenbaudecken mit Brandschutzanforderung über alle Stockwerke eingebaut. Der Brandschutz wurde insgesamt ertüchtigt.
Zusätzlich wurden Heizung, Elektroversorgung, Medientechnik, Sanitärbereiche und Aufzüge auf den neuen Stand gebracht. Energietechnisch wurden die Außenwände und der Dachbereich unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes verbessert.

Beauftragung: Teilbereich LPH 5 und 6 – 8

Die Bauzeit erstreckte sich von 2008 bis 2019.

Baukosten: 27 Mio €



Heilpädagog. Tagesstätte Studie 3, FFB

 

Für die Stiftung Kinderhilfe Fürstenfeldbruck wurde wegen des hohen Bedarfs an Plätzen im Bereich heilpädagogische Tagestätten eine Studie Variante 3 für ein sehr schmales Grundstück entlang des Schulgeländes erarbeitet.
Durch die Reihung von Dreieckskörpern ergeben sich unterschiedliche Freiflächenbereiche.


Heilpädagog. Tagesstätte Studie 2, FFB

 

Für die Stiftung Kinderhilfe Fürstenfeldbruck wurde wegen des hohen Bedarfs an Plätzen im Bereich heilpädagogische Tagestätten eine Studie Variante 2 für ein Grundstück am Rande des Marktplatzes erarbeitet. Es wurde ein Reihung von klassischen Rechteckskörpern mit einem durchgehenden Verbindungsgang und angedockten Sanitärbereichen vorgeschlagen.
Im 2ten Stock befinden sich Wohnungen für die Mitarbeiter mit einer großzügigen Terrasse.


Heilpädagog. Tagesstätte Studie 1, FFB

 

Für die Stiftung Kinderhilfe Fürstenfeldbruck wurde wegen des hohen Bedarfs an Plätzen im Bereich heilpädagogische Tagestätten eine Studie Variante 1 für ein sehr schmales Grundstück entlang des Schulgeländes erarbeitet.
Es wurde ein Reihung von klassischen Rechteckskörpern mit einem durchgehenden Verbindungsgang und angedockten Sanitärbereichen vorgeschlagen.


Amerikahaus, München

 

Generalsanierung des Amerikahauses, München
Freistaat Bayern, vertreten durch Staatl. Bauamt München 1

1957 wurde das heutige Gebäude, nach Plänen der Architekten Karl Fischer und Franz Simm erbaut, auf dem Gelände des kriegszerstörten Lotzbeck-Palais am Karolinenplatz bezogen. Das denkmalgeschützte Gebäude zeichnet sich durch großzügige Freiflächen, ein Atrium mit kreisförmigen Öffnungen über alle Stockwerke und einen anschließenden Theaterbau aus.
Aufgrund der historischen Rolle des Amerikahauses, der besonderen städtebaulichen Lage, kam dem Denkmalschutz bei dieser Aufgabe eine große Bedeutung zu. Ziel der Baumaßnahme war, neben der Anpassung der heutigen Standards, der Erhalt des Erscheinungsbildes und der vorhandenen Ausstattungsdetails des Gebäudes. Die Sanierung hat das Raumangebot den neuen Anforderungen angepasst, bauliche Mängel wurden beseitigt, die energetische Bilanz verbessert und sensibel mit Originalgestalt und Substanz umgegangen.

Energetisch wurde das Gebäude, auf Grund des Denkmalschutzes von innen aufwendig gedämmt und die Fenster als Kastenfenster der ursprünglichen Gesamterscheinung angepasst.
Es wurden Heiz-/Kühldecken eingebaut.

Unser Büro wurde nach einem Architektenwechsel mit den Leistungsphasen 6-9 beauftragt.
Bauzeit 2016 – 2020
Baukosten: 26 Mio Euro

Für die Sanierung des Amerikahauses wurde unser Büro mit dem Fassadenpreis der Stadt München mit „Lobender Erwähnung“ ausgezeichnet (s. Seite 54/55 in der Dokumentation zum Fassadenpreis 2021).

Copyright Fotos: Fotograf Herbert Stolz, Am Holzhof 12, 93059 Regensburg, info@fotodesign-stolz.de, www.herbertstolz.de